Kryotherapie in der Praxis

Was bedeutet die kontinuierliche, gesteuerte lokale Kryotherapie für die medizinische Praxis? Zur Demonstration sollen die folgenden, ausgewählten Beispiele gelten:

Sofort einsetzende kontinuierliche Kühlung nach unfall- oder sportbedingten Traumen verhindert Ödeme, hebt die Schmerzschwelle an und bietet damit optimale Voraussetzungen für eine sichere Diagnose und für einen evtl. umgehend erforderlichen Eingriff. Ein qualitativ besseres Operationsergebnis gegenüber einem manchmal um Tage verzögerten Eingriff bis zum Abklingen der Schwellung kann erwartet werden. Die Ausfallzeit des Patienten wird bei sofort weitergeführter, postoperativer Kühlung durch die zusätzliche positive Wirkung auf den Heilungsprozeß (u.a. durch höhere Sauerstoffsättigung des Blutes bei geringem Stoffwechsel) deutlich reduziert. Der Verhinderung von Entzündungen bei offenen Wunden (Auflegen steriler Kühlmanschetten auf das Wundgebiet) kommt bei Unfällen besondere Bedeutung zu.

Die Durchkühlung hebt die Schmerzschwelle im traumatisierten Gebiet an, verhindert dadurch abwehrende Muskelreaktionen und gestattet es, zeitiger mit den den Heilungs- und Reha-Prozess fördernden Bewegungsübungen zu beginnen. Jeder Eingriff bewirkt in dem betroffenen Gewebe neben der Bildung eines Ödems einen entzündlichen Vorgang. Sofort nach dem Eingriff einsetzende Kühlung verhindert bzw. verringert diese Reaktionenen. Die damit verbundene geringere Narbenbildung ist bei plastischen Operationen besonders vorteilhaft. Der reduzierte Stoffwechsel und die höhere Sauerstoffsättigung des Blutes bewirken einen deutlich kürzeren Heilungsverlauf. Diese Faktoren sind z.B. auch die Ursache für die nachgewiesen höhere Einheilungsrate bei der postoperativen Kühlung von Hauttransplantaten.

Patienten mit chronischen Schmerzen infolge rheumatischer Erkrankungen stehen bisher nur Analgetika, Kaltluftbehandlungen, Ganzkörperkühlung in der Kältekammer und balneologische Therapien zur Linderung ihrer Beschwerden zur Verfügung. Die lokale Durchkühlung der betroffenen Körperregion mittels angelegter Manschetten (z.B. auch paarweise an beiden Kniegelenken) ermöglicht den Betroffenen noch nach dem Abnehmen der Manschetten eine 2-3stündige schmerzfreie oder schmerzarme Phase und damit einen Gewinn an Lebensqualität. Bei starkem Fieber gestatten auf den Oberkörper aufgelegte oder paarweise um die Waden gewickelte Manschetten eine gesteuerte antipyretische Therapie. Leistungssportler verhindern nach dem Training/Wettkampf schädliche Stoffwechselreaktionen in besonders beanspruchten Muskelgruppen durch eine kontinuierliche, gesteuerte Kühlung. Auf dem Gebiet der Veterinärmedizin ist z.B. die kontinuierliche Kühlung nach Operationen an Gelenken und bei Sehnen- und Gelenkentzündungen (Sport-, Freizeit- und Arbeitspferde) hervorzuheben.

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